Montag, 10. November 2008

Zurück die zweite

So, genug Zeit gehabt zum Lesen, hier nun Teil 2 der ultimativen Ausflugsberichterstattung. Es geht also um den letzten Tag, Sonntag, den 2.11.. Es begab sich zu der Zeit, als Krischan, Jan und ich ins Auto stiegen, um die noch nie gesehenen Schönheiten des Städtebaus zu begutachten. Viel mehr gibts darüber auch nicht zu sagen, weil die nämlich alle klein und schnuckelig sind, aber sonst nicht viel zu bieten haben. nichtsdestotrotz fuhren wir geschlagene 250km ins "nahegelegene" Karlstadt (auch hier wieder keinen Elch gesehen!), weil es da schon ein paar nette Sehenswürdigkeiten gibt, zum einen einen Knast aus dem 18.Jhd und eine Brücke. Eine alte Schleuse und Wasserkraftanlage sollte es zum Sbschluss wieder in Trollhättan geben. Dass der ganze Spass aus Nostalgiegründen nur ein paar Mal im Jahr im Sommer in Betrieb genommen wird, wussten wir zwar, aber trotzdem hin, muss man ja gesehen haben.

Geschlafen haben wir auch wieder in einer Jugendherberge, im 40km weiter entfernten Kristinehamn, weil Jugendherbergen in Karlstadt selber doch sehr teuer sind...
Also auch direkt in Kristinehamn 2 richitg tolle Sehenswürdigkeiten abgecheckt:
Die Picassostatue, das größte Picasso-Kunstwerk, wo der feine Herr aber nur ne Zeichnung für gemacht hat, den Bau aber dann aus der Ferne begutachtet hat, vermutlich weil ihm Schweden einfach ne Nummer zu kalt ist. Das ist dabei rausgekommen:
Beeindruckend, oder?
Es gibt da aber auch noch einen sehr schönen Blick auf den Vänernsee:


Ich bin ein richtiger Künstler, oder?? :)
Außerdem beherbergt Kristinehamn auch noch den ältesten Runenstein der Gegend. Was das ist? Ein Stein, genau. Mit ein paar kaum zu entziffernden Runen drauf. Klingt interessant? Ist es auch! Und zwar so:


Wem das schon zu viel Action war, sollte besser mit Lesen aufhören, ich garantiere für nichts!
Nächster Halt: Karlstadt!
Was war in Karlstadt? Knast, richtig, also ein Keller mit ein paar Vitrinen und dicken Türen. Das ganze unter einem schicken Hotel, wir also voll zerlumpt da rein, blöd gefragt, wo der Knast ist, und festgestellt: "WOW, we don't have this kind of prison in America, do we?" - Das rutschte Krischan raus, in Gedenken an verückte Amis in Israel. Es war so interessant, ich hab noch nicht mal Fotos gemacht, sorry! Ebenso von der längsten Steinbrücke Schwedens, da lags aber an meiner Vergesslichkeit, Kamera lag im Auto. War aber an sich nicht sehr spektakulär. Eine ca 50m lange gemauerte Brücke über einen sehr ruhigen Fluss.
Danach auf zur Staumauer. Das war richtig gut, ne Menge Wasser und viel zu sehen, was mich allerdings mulmig stimmte, war, dass es einen Rundweg gab, der "De Laval-Weg" hieß. Insider dürften wissen, warum. Naja, egal, es ging ja um Sehenswürdigkeiten. Das erste, was wir sahen, war dieser Typ:
Wer findet die Schweinerei? Vor allem die Tatsache, dass der sich dafür noch schämt, find ich gut! Und der Wasserfleck darunter ist brilliant!

So sieht dann ein gemeines schwedisches Wehr aus:


Der Typ auf dem rechten Bild ist ein sogenannter Nöck, ein Wassergeist. Dieser hier ist allerdings ein guter, der die Leute beschützt, anstatt sie unter Wasser zu zerren. Nett.
Auf dem linken Bild sieht man, dass eine Wasserstraße leer ist. Ein Blick in die Schlucht gefällig?
Schick, oder?

Dem Rundweg folgend, sahen wir merkwürdiges:


Ich dachte, ich wäre in Schweden, aber irgendeiner hat Peru eingeflogen! Keine Ahnung...
Die Schleusen haben wir auch noch gesehen, aber es war dann doch zu dunkel zum Fotografieren, aber ich hab noch mit viel Spielerei an meiner Kamera dieser Bildchen von dem Wasserkraftwerk hinbekommen:

Also abschließend hätten wir uns den zweiten Tag, vor allem wegen der Fahrerei schenken können, aber gelohnt hat es sich trotzdem! Gerne wieder.
Dann aber mit Elchen, Basti hat letztes Wochenende welche gesehen, der Arsch!

Mittwoch, 5. November 2008

Zurück die erste

So, Leute, ich bin wieder da, es war richtig gut am Vänernsee, sind ewig lange durch die Natur gelaufen, haben ein paar Städte gesehen, und in Jugendherbergen übernachtet. Statt dem georderten Toyota Aygo hatten wir einen Volvo V50, also standesgemäß schwedisch ausgerüstet, und betankbar mit Ethanol, also Alokohol (87 Cent der Liter!!!) gings durchs dichte Stadtgewühl auf die Autobahn, wo auch die weitere Planung stattfinden sollte.
Wir wussten nur: Ab nach Trollhättan (allein der Name macht Lust auf mehr), da inne Jugendherberge und ein paar Bierchen trinken.
Beim einkaufen fanden wir dann auch diese nette Erfindung:

ODIN statt Jesus! Bei Bier sehr wichitg... Zum Vergrößern müsste Draufklicken helfen.
Die Jugendherberge unseres Vertauens (LONELY PLANET REISEFÜHRER - GROßARTIG!) war leider ausgebucht, also sind wir weiter nach Vänersborg, direkt an den Auslass des Sees quasi, in eine komplett leere Jugendherberge gefahren. Ganz schön gruselig. Aber sehr schön, am Arsch der Welt und eben leer. Keiner da, den wir stören konnten.
Am nächsten Tag sind wir dann direkt neben der Jugendherberge in die königlichen Elchjagdgründe gezogen, wo eine der größten Elchpopulationen Schwedens leben soll. Das ganze liegt auf 2 Zwillingsbergen, Halleberg und Hunneberg, wenn ich das grad richtig im Kopf hab, alles voll mit Wald, Natur, Seen, etc. Um einen der Seen sind wir dann mal rumgewandert.
Ungefähr so siehts aus:



Malerisch schöne Winterlandschaft...
Der Weg um den See war schon ein anderes Problem, da ein wenig Hochwasser war. Und da war eigentlich eher der Weg an sich das Problem, nicht das Wasser. Schön festgetrampelt und vertieft in den Boden getreten ist das ein ideales Gebiet, um Wasser zu speichern. Leider erst auf der 2- Hälfte des Weges:




Brücke in Wasser. Zum großen Teil sah das auf beiden Seiten der Brücke so aus. Wahlweise auch Brücke in Eis: Kalt wars.



Es gab aber auch Interessantes zu sehen:
Elchspuren der einen



und der anderen Art:



Auf dem anderen Berg gabs dann den ersten Blick auf den Vänernsee:



Über den Rest schreibe ich vermutlich morgen, muss mich auch politisch mal bilden. Bei Tacos kriege ich eine Beschreibung über die Hisbollah von unserem libanesischen Freund Ralph. Voll gut. Bis dann...

Freitag, 31. Oktober 2008

RAUS!

So, Kinder...
Es ist soweit, nach dem Stockholm-Kurztrip von ein paar Stunden, gehts gleich los zu einem Wochenend-Trip zu den großen Seen in Mittelschweden, Vänern und Vättern. Ich hoffe, dass ich ein paar akzeptable Fotos machen kann.

Hier ein paar aus Stockholm:



Das königliche dramatische Theater



Fast die gegenüberliegende Seite: Ein Teil des Hafens für Ausflügler und ähnliches


Ich geh dann mal packen, bis dann!


Sonntag, 19. Oktober 2008

Der Feuermelder

...geht mir tierisch auf den Sack. Ich bin kurz davor ihn abzuschrauben und der Vermieterfirma als Care-Paket ins Fenster zu schmeißen. Man kann noch nicht mal den Backofen aufmachen, ohne dass das Ding einem die Ohren wegbläst. So ein ganz ekliges lautes und dann auch noch schrilles Piepen. Grausam. Ca. 1,5 min nachdem man den Backofen geöffnet hat und gar nicht mehr daran denkt geht hier die Hölle los. Und wenn das mal schön regelmäßig wäre, könnte man sich ja dran gewöhnen, aber nein, der Feine Herr mags gelegentlich.
Schreibe gleich mal ne fiese eMail an die Firma und dann mal sehen, was da passiert. Zur Not wirds abgeschraubt, kann ja so nicht angehen.

Zu netteren Themen: Ich lerne was in der Universität, jawohl! Sogar richtig wichtige Dinge... Zum Beispiel, dass die Kanada-Gans (zumindest ist der englische Name Canada geese) derjenige Vogel ist, der proportional zur Körpergröße am meisten Kot ablässt. Bis zu 160 mal täglich jeweils schön portionierte 20g. Das macht über 3kg täglich, ich war überrascht. Wie jeder im Kurs, sogar einer der Lehrer hat das nicht geglaubt, und ne riesige Diskussion angefangen, den ganzen Klumpatsch dann mit seinem Stuhlgang verglichen, dass das ja gar nicht sein könne, bis ein anderer Prof dann meinte, dass er sowas irgendwann mal im Guiness Buch der Rekorde gelesen hätte. BääBäämmm! Die Kanada-Gans also.

Wieder zu kurioseren Dingen: Der Schwede spinnt, soweit so gut, er ist aber auch sehr kurios! Welch toller Satz, egal. Also der Schwede baut seine Kläranlagen außerhalb der eigentlichen Stadt irgendwo an einen großen Fluss, zum Beispiel hier an der Göta. Bietet sich an, da weiß man direkt wohin mit dem gereinigten Wasser. Nun ist aber Göteborg eine der am schnellsten wachsenden Städte in ganz Europa, also ist Platz, vor allem Bauplatz Mangelware. Der Wald neben der Kläranlage war eigentlich für spätere Ausbauten reserviert. Siehe Skizze



Vor ein paar Jahren ist dann dieses schmucke Neubaugebiet hinzugekommen, was eigentlich am Arsch der Welt ist in Göteborg, auf der falschen Flussseite, etc., ABER hier wohnen nur reiche Schnösel, Anwälte, Ärzte, und so Pack, sorry Inga!, und die haben doch tatsächlich erstritten, dass der Wald NICHT mehr für das Klärwerk benutzt werden darf, sondern NATURSCHUTZGEBIET geworden ist, daher nicht abgeholzt werden kann, und die feinen Herren und Damen ein schönes Naherholungsgebiet direkt vor der Nase haben. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Aber schön zu hören, dass es überall auf der Welt gleich läuft...

Gunnar

Sonntag, 12. Oktober 2008

Der gemeine Schwede spinnt komplett!!

Ich war heute in der Uni! Ja, heute!
Aber wir mussten unsere Projektarbeit fertig machen. Und ich hab mich auf ne menschenleere Uni eingestellt, aber denkste... Pustekuchen!
Der ganze Computerraum war voll mit Menschen. Eigentlich alle 5 Örtlichkeiten dieser Bauart. Randvoll! Die ham alle an ihrem Projekt geschraubt. Kann ja sein, dass die das alle morgen abgeben müssen, und ich hoffe, dass das an anderen Tagen anders aussieht, aber so wie das eben ausgesehen hat, spinnen die alle! ALLE!!!

Freitag, 10. Oktober 2008

Seltsame Dinge

Der gemeine Schwede:

- misst in Meilen. Soweit so gut, hab ich mich nicht weiter mit beschäftigt, kennt man ja! Denkste die schwedische Meile ist 10km lang. Was soll der Quatsch? Da hat man schon ein schönes metrisches System mit 1000er Potenzen (milli, mikro, kilo, mega, etc) und dann hauen die einfach mal ne 10er Potenz rein. Seltsam.

- schreibt Kofferklausuren. Zumindest fast. Eher so eine Schweißtäschchen,-Klausur also eine kleine Damenhandtasche, die man in der Achsel trägt. Die sieht man hier zum Glück nicht so oft. Aber zurück zum Thema:Kofferklausur bedeutet eigentlich, dass man alles nutzen kann, was man so tragen kann, außer Oma, Laptop, und moderne Kommunikationsmittel. Hier bedeutet dass, dass man die Lecture Notes, bzw Handouts verwenden darf, wo man auch Sachen angestrichen, markiert oder kommentiert hat, während eigene Mitschriften nicht zulässig sind. Auch gibt es Altklausuren, zu denen laut Professoren aber keine Lösungen vorhanden sind. Wie die dann auf die Ergebnisse gekommen sind? Weiß der Himmel. Also ca 100 Seiten Papier mit jeweils 6 Powerpoint-Folien auf Vorder- und Rückseite. Ich hoffe, dass das was bringt.

- hält als Autofahrer an Zebrastreifen fast grundsätzlich an, wenn Leute rüber wollen. Find ich aber eher angenehm. Dafür achtet keiner auf rote Fußgängerampeln.

- kauft nicht bei Lidl. Es gibt zwar schwedischsprachige Lidl-Einkäufer, die sind aber offensichtlich nicht direkt schwedischstämmig. Lidl ist mehr so die billige Spelunke unter den Lebensmittelgeschäften. Was ich nicht verstehen kann, mich aber zum idealen Einkäufer macht, bin halt auch nur Student. Und hier gibts vertraute Lebensmittel, großteils auch mit deutscher Beschriftung.

- ist Sicherheitsfanatiker. Eigentlich nichts neues, aber wenn bei mir im Zimmer der Feuermelder angeht, sobald ich den Backofen aufmache, heißt das noch lange nicht, dass da was verkohlt sein muss. Das ist eher der Normalzustand. Also eher Sicherheitsneurotiker...

Es gibt so vieles, was hierhin könnte, bei Zeiten poste ich mehr.
Gunnar

Samstag, 4. Oktober 2008

Es ist Weihnachten

Zumindest fühle ich mich so. Auch wenn ich das Geschenk selber kaufen musste, wusste, was im Paket war, und weit und breit kein "Schöner Baum" in Sicht ist.
Aber seit gestern hab ich meinen neuen Laptop. Eigentlich doof, soviel Geld im Auslandssemester ausgeben zu müssen, aber der Alte wollte gar nicht mehr. Also mal fix das Erasmus-Geld gut zur Hälfte auf den Kopf gehauen, nu heißts sparen. Also kein Afterwork jeden Tag, keine ausgedehnten Saufexzesse in ortsansässigen Lokalitäten jeglicher Couleur, sondern schön den importierten Billig-Vodka vom Aldi inhalieren! Tolles Gefühl.

Und Vista ist drauf. WINDOWS Vista. Hab ich versucht zu ändern, aber die XP-Cd findet keine Festplatte zum installieren. Und ich habe einiges versucht, um das zu ändern. Egal, nach ca 3h hatte ich den ganzen Dell-Quatsch runtergeschmissen, neu formatiert, neu installiert, auf Design ohne Augenkrebs umgestellt, heute weiter installiert, und bin nun fast am Ziel meiner Träume. Mal sehen, was noch so kommt, meine Systempartition ist fast voll, nur mit Vista, da muss ich nochma bei! Ohne Hilti! Der Schnier hat gparted dabei, das muss einfach klappen. Sonst werd ich die Prozedur wohl nochmal machen müssen. Kann ich ja jetzt, ist ein Klacks. HA!Wer will mich denn aufhalten?!
Also ab nu bin ich für alles gerüstet (Außer das, was Vista noch so veranstaltet), und hab mehr als 2h online-Zeit täglich, je nachdem was ICH entscheide.

Gunnar

p.s.: Ach ja, Gunnar ist hier gar nicht so gebräuchlich, wie ich dachte. Ich würd es eher mit Wolfgang in Deutschland vergleichen. Die Generation 50+ ist da stärker vertreten, als mein Jahrgang. Danke liebe Eltern! (Christa und?? Na?? Wolfgang natürlich!)